Einstellungen
Versandland
Ihr Warenkorb ist leer.
Schnellkauf

Bitte geben Sie eine Artikelnummer ein.

Bauanleitung Zündsignalsimulator

(8)
Zündsignalsimulator selber bauen
Zündsignalsimulator selber bauen
Zündsignalsimulator selber bauen
Zündsignalsimulator selber bauen
Zündsignalsimulator selber bauen
Zündsignalsimulator selber bauen
Zündsignalsimulator selber bauen
Zündsignalsimulator selber bauen
  • Anleitung zum selber bauen
  • Rezensionen8
Produktbeschreibung

Der hier veröffentlichte Bauplan, Schaltplan sowie die Darstellungsbilder sind urheberrechtlich geschützt. 
Privatpersonen dürfen das Projekt für den eigenen, nicht-kommerziellen Gebrauch nachbauen.
Jede gewerbliche Nutzung, insbesondere Serienfertigung, Verkauf, Vertrieb oder Nutzung im Rahmen kommerzieller Angebote, ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Urhebers untersagt.
© 01.03.2026 Michael Zitzmann, Wiesendorf 15, 92637 Weiden – Alle Rechte vorbehalten.

 

Zu den Lizenzbedingungen


Ich habe im Jahr 2007 den Zündsignalsimulator entwickelt und stelle hier den Schaltplan und die Stückliste kostenlos zur privaten Verwendung zur Verfügung.

Ein Zündsignalsimulator erzeugt aus einem Rechtecksignal ein Ersatzsignal für ein Zündsignal der Klemme 1 an der Zündspule. Dadurch wird der Spannungsverlauf einer Zündspule an der Klemme 1 simuliert.

Verwendbar ist es zur Ansteuerung eines herkömmlichen Drehzahlmessers (der ein Zündsignal der Klemme 1 benötigt) mit einem Rechtecksignal.

Bevor ich erkläre wie ich den Zündsignalsimulator entwickelt habe kommt hier zuerst eine Erklärung was wir hier überhaupt tun.

Grundprinzip einer Zündspule

Ein typisches Auto hat eine 12-Volt-Batterie. Diese Spannung reicht jedoch nicht aus, um einen Funken im Brennraum zu erzeugen. Für die Zündung des Luft-Kraftstoff-Gemisches werden meist 20.000 bis 40.000 Volt benötigt. Dazu gibt es die Zündspule.

Eine Zündspule ist nichts anderes als ein Transformator und besteht aus:

  • Primärwicklung – wenige Windungen aus dickem Draht

  • Sekundärwicklung – sehr viele Windungen aus dünnem Draht

  • Eisenkern – verstärkt das Magnetfeld

  • Gehäuse mit Isolierung – schützt vor Überschlägen

Funktionsweise

  1. Stromfluss in der Primärwicklung
    Wenn der Motorsteuerkreis Strom durch die Primärwicklung schickt, entsteht ein Magnetfeld im Eisenkern.

  2. Unterbrechung des Stroms
    Sobald der Stromfluss in der Primärwicklung plötzlich unterbrochen wird (früher durch einen mechanischen Unterbrecher, heute durch ein Steuergerät), bricht das Magnetfeld sehr schnell zusammen. Damit dies so schnell als möglich passiert wird ein zusätzlicher Kondensator verbaut der die Spannung schnell aufnimmt.

  3. Induktion der Hochspannung
    Durch das zusammenbrechende Magnetfeld wird in der Sekundärwicklung eine sehr hohe Spannung induziert. Das ist ein Effekt der elektromagnetischen Induktion.

  4. Funke an der Zündkerze
    Die Hochspannung wird über das Zündkabel zur Zündkerze geleitet. Dort springt ein Funke über den Elektrodenabstand und entzündet das Luft-Kraftstoff-Gemisch im Zylinder.

In modernen Motoren gibt es eine eigene Zündspule je Zylinder (sogenannte Stabzündspulen). Diese sitzen direkt auf der Zündkerze und werden vom Motorsteuergerät elektronisch gesteuert. Dadurch steht kein klassisches Zündsignal mehr zur Verfügung und muß aus dem vohandenen Signal generiert werden. Dieses Signal aus dem Steuergerät des Fahrzeuges ist immer ein Rechtecksignal.

Mein Zündsignalsimulator macht nichts anderes als eine Zündspule zu ersetzen.
Ich verwende dazu einen Trafo (für Netzspannung) der umgekehrt wie eine Zündspule arbeitet. Er erzeugt üblicherweise aus einer Spannung von 230 Volt (viele Wicklungen) eine Spannung von 12 Volt (wenige Wicklungen).

Ich arbeite nur mit dem Anschluß mit den wenigen Wicklungen, diese entspricht bei einer Zündspule der Primärwicklung.
An diese Wicklung lege ich eine Spannung von 12 Volt (Bordspannung KFZ 12 - 14Volt). Wenn man diese Spannung nun schnell hintereinander aus- und einschaltet (nichts anderes macht das Rechtecksignal aus dem Steuergerät), wird durch die Eigeninduktion kurzzeitig eine hohe Spannungsspitze erzeugt. Dieses Signal entspricht in etwa dem Spannungsverlauf einer Zündspule und geht hoch bis ca. 250 Volt. Es ist also ausreichend hoch um einen alten Drehzahlmesser anzutreiben. Die Sekundärwicklung brauchen wir nicht, wir müssen schließlich  keinen Zündfunken erzeugen. Diese Anschlüsse lasse ich einfach unbenutzt.
 

Technischer Hinweis

Es gibt einen wesentlichen Unterschied beim Anschluß meiner Schaltung zum Anschluß einer Zündspule.
Bei einer Zündspule erfolgt der Anschluß des Drehzahlmessers immer an der Plusleitung der Primärspule.
In meiner Schaltung ist die Signalleitung an der Masseseite der Primärspule. Das funktioniert nur deshalb weil ich auch die Unterbrechung des Stromes auf der Masseseite erzeuge.

Stückliste

AnzahlBezeichnungArtikelnummer
1GehäuseReichelt: SP 2043 SW
1Trafo Reichelt: 150.12-1
1Transistor BC337 oder ähnlich Reichelt BC 337-40
1Leistungs-Transistor BD241 oder ähnlichReichelt BD 241C
2Widerstand 1 kOhmReichelt 1/4W 1,0K
4Anschlußkabel Spannungsversorgung Plus und Minus, Signaleingang, Signalausganguniversal


Aufbau ohne Schaltplan

Für den Aufbau der Schaltung kann man eine Platine anfertigen lassen oder man verwendet eine Universal-Lochplatine. Die einfachste Lösung aber ist, die Teile wie folgt lose zusammenzulöten.
 BC337 wie auf dem Bild bearbeiten
 BD241 wie auf dem Bild bearbeiten
 BD241 wie auf dem Bild auf den Trafo löten
 BC337 wie auf dem Bild auf den BD241 löten
 Ersten Widerstand 1 kOhm an den Trafo anlöten
 Ersten Widerstand an die Transistoren löten
 Zweiten Widerstand an den BC337 löten
 Massekabel (schwarz) an die Transistoren löten
 Signal Eingangskabel (blau) an den zweiten Widerstand löten
 Spannungsversorgung Kabel (rot) an den Trafo löten
 Signal Ausgangskabel (gelb) an den Trafo löten
 In das Gehäuse passende Löcher für die Anschlußkabel bohren
 Die Schaltung in das Gehäuse packen und mit nichtleitenden Kleber (Würth Kleb+Dicht oder ähnliches)   vergießen


Schaltplan





Die Reaktionsgrenze der Schaltung (Spannungspegel bei der das Eingangssignal verarbeitet wird) liegt bei ca. 1,3 Volt. Höhere Spannungen oder niedrigere Spannungen spielen keine Rolle.  Das Modul reagiert beispielsweise bei einem Signal von 1 - 2 Volt oder auch bei einem Signal von 0 - 20 Volt.

Ein Widerstand zwischen 1 kOhm und 2 kOhm kann als Pullup- oder Pulldown-Widerstand verwendet werden. Er "zieht" ein zu positives Signal gegen Masse bzw ein zu kleines Signal nach oben. Er wird beispielsweise für einen Golf II mit 1,8T Steuergerät benötigt. (Siehe Bilder oben)

Techn. Daten:
Größe: 52 x 36 x 19 mm
Versorgungsspannung: 9 - 28 Volt
Eingangswiderstand: 10 kOhm
Ruhestrom: ca. 90 mA (wenn Spannung anliegt, deshalb immer über geschaltetes Plus versorgen)
Eingangssignal: Rechtecksignal (je Zündung ein Impuls), Reaktionsgrenze ca. 1,3 Volt 
>>> NICHT AN EINER ZÜNDSPULE ANSCHLIESSEN <<<
Ausgangssignal: Ersatzsignal für Drehzahlmesser Klemme 1 (Primärstromkreis Zündung) Hochspannungsanteil bis ca. 25 Volt

Wichtiger Hinweis für den Selberbauer:
Bei Änderungen von Baugruppen und Teilen an Kraftfahrzeugen die von einer ausschlaggebenden Bedeutung für die Verkehrssicherheit sind (z.B. Lenkung, Bremsanlage, Bereifung, Fahrwerk und tragende Teile) kann die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges erlöschen. Artikel mit KBA-Zulassung, TÜV-Gutachten oder EG-ABE können bei bestimmungsgemäßer Verwendung ohne weitere Abnahme in ein Kraftfahrzeug eingebaut werden. Informationen über die Notwendigkeit von Eintragungen im Rahmen einer Einzelabnahme erhalten Sie von den bekannten Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation.

Der hier veröffentlichte Bauplan, Schaltplan sowie die Darstellungsbilder sind urheberrechtlich geschützt. 
Privatpersonen dürfen das Projekt für den eigenen, nicht-kommerziellen Gebrauch nachbauen.
Jede gewerbliche Nutzung, insbesondere Serienfertigung, Verkauf, Vertrieb oder Nutzung im Rahmen kommerzieller Angebote, ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Urhebers untersagt.
© 01.03.2026 Michael Zitzmann, Wiesendorf 15, 92637 Weiden – Alle Rechte vorbehalten.



 

Zu den Lizenzbedingungen

Kundenrezensionen8
Durchschnittliche Bewertung: 5
Basierend auf 8 Bewertungen
Bewertung:| | Datum: 11.10.2019
Vielen Dank für Ihr Gerät.
Es funktionierte auf Anhieb und sellt ein sehr gutes Signal bereit.
Habe es an ein edis8 von Ford gehängt, mit einem alten VDO DZM.
Bewertung:| | Datum: 25.04.2016
Opel CIH Bj. 1971 auf KMS MP25 umgebaut.
Drehzahlmesser ist ein +15, Masse und Zündspule 1.

Zündsignalsimulator an +15, Masse und Drehzahlmesser 1 ( gelbes Kabel )angeschlossen und das Signal vom MP25 Steuergerät Pin 7 ( Tacho ) abgegriffen und an ( BLAU ) eingangssignal angelegt.

1a auf anhib geklappt .... ist zu empfehlen.
Bewertung:| | Datum: 26.05.2015
Der Zündsignalsimulator ist genial nach dem ich mein Fahrzeug auf eine elektronische Zündanlage umgebaut habe, hatte der Drehzahlmesser welcher direkt an der Zündspule angeschlossen war, nicht mehr funktioniert. Dank ZMM funktioniert jetzt alles wieder wie es soll. Super!
Bewertung:| | Datum: 05.01.2015
Ich habe auch den Zündsignalsimulator bei meinem 1.8T Umbau verwendet. Dabei wurde ein 1.8T aus einem 2002 Golf IV in einen Passat 35i gebaut. Bis auf das fehlende Drehzahlsignal war der Umbau fertig. Dank des Zündsignalsimulators funktioniert nun auch der Drehzahlmesser wie er soll.
Bewertung:| | Datum: 18.12.2012
Beim Umbau auf TFSi im Golf 1 ist kein Drehzahlsignal (KL1) verfügbar (nur über CAN), mit Hilfe von Herrn Zitzmann ließ sich aus 2 Bauteilen ein solches Signal aber generieren.
Am Positionsgeber Kurbelwelle abgriff des Signal mit dem Impulsteiler- das verringerte Singnal in den Frequenzwandler und zuletzt das nun auf 1 Impuls pro KW Umdrehung reduzierte Signal in den Zündsimulator. Funktioniert Prima :-)
Gruß Olli